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Säulenbasaltformationen: Wie sechseckige Lavasäulen entstehen und wo man sie sehen kann

Säulenbasaltformationen

Säulenbasaltformationen gehören zu jenen Naturphänomenen, die selbst einen Geologen wie mich einen Moment innehalten und sich fragen lassen: „Hat die Natur das wirklich von selbst geschaffen?“ Denn diese sechseckigen Säulen, die nebeneinander stehen, sehen aus wie von Menschenhand geschaffen.
Gerade.
Symmetrisch.
Sechseckig.
Er steht aufrecht da, ohne sich um irgendetwas zu kümmern.

Wer hätte gedacht, dass Lava so etwas hervorbringen könnte?

Aber so ist die Natur… manchmal spielt sie einem einen Streich und macht aus Leuten Idioten.


Wie wird Lava sechseckig? (Eine so einfache Erklärung, dass es schon wieder nervt)

Sehen Sie, die Situation ist eigentlich ganz einfach.
Ja, ganz einfach, aber wenn man es zum ersten Mal hört, denkt man: „Das ist doch nicht dein Ernst?“

Heiße Basaltlavaströme.
Dann kühlt es ab.
Beim Abkühlen zieht es sich zusammen.
Wenn es sich zusammenzieht, reißt es.

Das ist es.

Aber der eigentliche Knaller ist folgender:

Die Risse sind nicht zufällig → sie sind SECHSECKIG!
Warum?
Weil das Sechseck die Form ist, die in der Natur „am wenigsten Energie verbraucht“.

Genau wie eine Honigwabe.
Genau wie die Risse in getrocknetem Schlamm.

Die Natur betrachtet die Situation und wählt das Sechseck, weil es am einfachsten zu zerbrechen ist.

Wenn man es so erklärt, klingt es einfach, aber wenn man vor einhundert Meter hohen sechseckigen Steinsäulen steht, ist es ganz normal zu sagen: „Moment mal, hier geht etwas Seltsames vor.“


Warum sehen diese Formationen so verrückt aus?

Denn normalerweise herrscht in der Natur keine Ordnung.
Hier herrscht jedoch Ordnung.
Und nicht irgendeine Reihenfolge – sondern eine Reihenfolge, die aussieht, als käme sie direkt aus einem Mathematikbuch.

  • Gerade Linien
  • Säulen mit gleichem Durchmesser
  • Reihenweise aufgereiht wie eine Mauer
  • Flache Flächen, gestapelt wie Legosteine

Das Auffälligste für mich ist Folgendes:
Diese Konstruktion ist sowohl perfekt… als auch nicht perfekt.
Manche Säulen sind verbogen, manche gebrochen, manche halb abgebrochen.
Aber der Gesamteindruck wirkt immer noch so, als ob das von einer Maschine hergestellt worden wäre.

Dieser Widerspruch… gefällt mir richtig gut.


Die legendärsten Basaltsäulenformationen der Welt (Reisemodus EIN)

1. Giant's Causeway – Nordirland

Mann, was ist das denn für ein Ort…
Mehr als 40,000 Basaltsäulen reihten sich aneinander.
Manche gehen ins Meer, manche steigen gen Himmel auf.
Es sieht wirklich aus wie ein Märchen.

2. Svartifoss – Island

Stellen Sie sich einen Wasserfall vor…
Dahinter verbirgt sich jedoch ein gigantischer Basaltvorhang.
Als ob Gott gesagt hätte: „Wir brauchen einen Hintergrund“ und dann die Rückseite bedeckt hätte.
Das sieht selbst auf Fotos verrückt aus.

3. Fingals Höhle – Schottland

Das Rauschen der Wellen hallt zwischen den Säulen wider.
Es fühlt sich an, als würde die Höhle atmen.
Beim Betreten des Gebäudes fühlt man sich wie in einer Filmszene.

4. Devil's Tower – USA

Eine riesige Basaltsäule, die einsam dasteht.
Wie ein Landeplatz für Außerirdische.
Die Säulen sind so lang, dass einem der Nacken schmerzt, wenn man nach oben schaut.

5. Garni-Schlucht – Armenien

Sie nannten es nicht umsonst die „Symphonie der Steine“.
Vertikale Orgelpfeifen.
Die Tatsache, dass es so regelmäßig vorkommt, ist auf eine ärgerlich schöne Art schön.


Wie ich diese Gesteine ​​als Geologe lese

Ja, sie sind nicht nur schön.
Sie sind auch so etwas wie ein „Vulkantagebuch“.

  • Säulendicke → gibt an, wie schnell die Lava abgekühlt ist
  • Neigung der Säule → zeigt an, wohin die Lava geflossen ist
  • Horizontale Risse → zeigen an, wo die Lava aufgehört hat.
  • Texturveränderungen → deuten auf spätere Magmabewegungen hin

Beim Anblick eines Meeres von Steinsäulen lässt sich leicht sagen: „Oh, wie schön!“
Für uns Geologen ist dieser Ort jedoch ein Freiluftlabor.

Jede Spalte stellt eine Information dar.


Warum verbreiten sich diese Formationen in den sozialen Medien so rasant?

Denn das menschliche Auge liebt überraschende Ordnung.
Und genau das liefern diese Spalten:

  • Symmetrie ist in der Natur normalerweise nicht anzutreffen.
  • Die Oberflächen sind so regelmäßig, dass sie maschinell gefertigt aussehen.
  • nicht quadratisch, sondern sechseckig (das Gehirn ist verwirrt).
  • Wahnsinniger Foto-/Videowert
  • Bilder, bei denen man sich fragt: „Ist das echt oder Photoshop?“

Mein ehrlichstes Gefühl zu diesen Formationen

Die Natur handelt manchmal zu schlau.
Manchmal hat man sogar den Eindruck, es verhöhne die Menschheit.

Zu wissen, dass Lava beim Abkühlen im Grunde denkt: „Hmm… Sechseck ist die beste Wahl, hier ist die geringste Spannung, die richtige Risslinie ist diese“, ist zwar lustig, aber wahr.

Säulenbasalte erinnern mich an:

Die Welt ist nicht chaotisch.
Die Welt ist nicht zufällig.
Die Welt rechnet.

Und manchmal lautet das Ergebnis dieser Berechnungen:
Giant's Causeway.
Svartifoss.
Fingals Höhle.
Garni-Schlucht.
Devil's Tower.

Wahrhaftig Kunst.


FAZIT

Säulenbasaltformationen sind das Ergebnis der Wechselwirkung von Lava und mathematischen Gesetzen.
Ordnung entsteht über dem Chaos.
Die Stille, die auf die Gewalt folgt.
Steingeschichten, die sich vor Millionen von Jahren ereignet haben und bis heute Bestand haben.

Als Geologe sage ich:
Ich habe schon viele Wunder auf dieser Welt gesehen, aber Basaltsäulen… das ist eine ganz andere Liga.